• Martina Brandenberger

Wenn Träume siegen


Was passieren kann, wenn man sich traut, seine Träume zu verfolgen...


Irgendwo habe ich mal gehört, dass sich ein ignorierter Traum wie ein Ball verhält, den man versucht unters Wasser zu drücken; er taucht immer wieder zurück an die Oberfläche.


Genau das geschah auch mit meinem grossen Traum nach Amerika zu reisen:

Seit ich 15 Jahre jung war, träumte ich von einem längeren Sprachaufenthalt in den Staaten. Ich träumte davon, die Menschen und ihre Kultur aus nächster Nähe kennenzulernen, die Sprache fliessend zu beherrschen und an lang ersehnte Orte zu reisen.

Doch negative Glaubenssätze wie «du schaffst das ja eh nicht», «was denken die anderen bloss darüber?», oder auch «das könnte schiefgehen» zerstörten meine Vorstellungen sogleich. Mal war es auch die Beziehung, mal die Ausbildung, der Job oder das fehlende Geld. Ich gab meinem Traum keine Chance, weil ich immer Gründe fand, mich nicht zu trauen. Die Liste war lang.

Als mein Motto noch «just doubt it» war, sprich «zweifle einfach alles an», war ich unglücklich. Gleichzeitig wusste ich, dass ich es für immer bereuen würde, wenn ich es nicht tat. Es entwickelte sich ein innerer Kampf zwischen Traum und Zweifeln. Ich war hin- und hergerissen. Dabei gab es eine Verletzte. Mich. Und ich realisierte, dass ich etwas ändern musste.


Mit 25 Jahren, also zehn Jahre, nachdem mein Wunsch entstanden war, liess ich ihn endlich siegen. Das war die wohl beste Entscheidung meines Lebens: Nie zuvor bin ich so viel herumgereist, habe so viele interessante Menschen getroffen, so viele Orte gesehen und so viel über mich selbst gelernt.

Dieser Schritt hat mir gezeigt, dass es guttut, meinen Träumen Beachtung zu schenken und manchmal meine Zweifel zum Schweigen zu bringen.

Ebenfalls hatte er einen weiteren wichtigen Entscheid ausgelöst: 2019 meldete ich mich für die Ausbildung zur Karriereberaterin an Martin Wehrles Karriereberater Akademie in Hamburg an.

Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass es mich nicht grosse Überwindung gekostet hatte; zum einen war die Ausbildung nicht gerade günstig, zumal ich an einigen Wochenenden nach Hamburg reisen und dort übernachten musste. Zum anderen war ich etwas eingeschüchtert, da ich wusste, ich würde zu den jüngsten in der Gruppe gehören und weder die empfohlene Führungs- noch Trainererfahrung mitbrachte.

Aber der Gedanke an die Ausbildung fühlte sich richtig an, vor allem wenn ich mir ausmalte, was ich dort alles lernen und erfahren konnte.

Und, was soll ich sagen, auch dieser Entscheid war einer der besten meines Lebens. Nicht nur wegen des lehrreichen Unterrichts, des wertvollen Inputs und der wunderbaren Kursgruppe.

Auch merkte ich, dass mir das Beraten, die Zusammenarbeit mit Menschen und diese weiterzubringen liegt und grossen Spass macht. Ich will mehr davon! Und deswegen bin ich jetzt hier!

Was ich sonst noch sagen möchte:

Natürlich sind Zweifel nicht per se schlecht. Sie sind Teil unseres Verstands und bewahren uns davor, Dinge zu überstürzen und unüberlegt zu handeln.

Aber wenn sich die Vorstellung eines Traums gut anfühlt, wenn es Dich beim Gedanken daran, ihn zu realisieren, in den Fingerspitzen juckt, dann ist es genau das, was Du verfolgen solltest - mit Mut, Herz und Hirn!


Ganz nach dem Motto von Carrie Fisher: «Hab ruhig Angst, aber mach es trotzdem. (…)»


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©2020 by Martina Brandenberger