• Martina Brandenberger

Wie ein Vision Board Dein Leben verändern kann


«Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt.» – Gotthold Ebrahim Lessing –

Aus den Augen, aus dem Sinn – wer kennt dieses Phänomen nicht? Man wünscht sich seit Langem einen neuen Job, möchte seit einer Ewigkeit eine neue Sprache lernen, endlich mal nach Hawaii reisen oder sich seit Jahren einen teuren Sportwagen anschaffen. Doch irgendwie klappt’s nicht, man hat zu wenig Zeit und Musse, sich damit auseinanderzusetzen oder im Alltagsstress den Kopf nicht dazu, verschiebt es auf «irgendwann mal» oder auf «wenn ich mal Zeit habe» und schon sind diese leeren Versprechen an sich selber, die im Stillen gedachten Wünsche in den Untiefen des Hinterkopfes verschwunden. Unzufriedenheit macht sich breit.

Das muss nicht sein! Deswegen werde ich Dich in den folgenden Zeilen mit einem sehr hilfreichen Tool bekanntmachen, das Dir dabei helfen kann, Deine Wünsche zu erfüllen – dem Vision Board.

Was ist das überhaupt?

Ein Vision Board, auch Zielcollage, Dream- oder Moodboard genannt, ist die visuelle Darstellung von Zielen, Wünschen und Träumen und kann auf die unterschiedlichste Art und Weise dargestellt werden. Die wohl bekannteste: aus alten Katalogen und Zeitschriften passende Bilder und Wörter herausschneiden, die Schnipsel auf einem Papier schön anordnen, sie aufkleben und das Ergebnis verzieren.

Dies ist aber nur eine Möglichkeit von vielen. Ich, zum Beispiel, mache es etwas anders (lese unter «Meine Story» mehr dazu). Das Tolle daran, es sind Dir keine Grenzen gesetzt – kein Wunsch ist zu gross oder zu klein; alles, was Dein Herz begehrt, ist richtig und darf auf der Collage seinen Platz finden.

Dabei kann ein Vision Board helfen:

Ein Vision Board hat nichts mit Hokuspokus oder Esoterik zu tun: Unser Unterbewusstsein reagiert stark auf Bilder, da diese Ideen, Gefühle und Inhalte sehr gut transportieren. Zudem sagt ein Bild bekanntlich mehr als 1000 Worte – und dies auf nur einen Blick. Damit kann eine simple Liste mit Wörtern nicht mithalten, geschweige denn Ziele, die als ungreifbare Gedanken im Kopf umherschwirren.

Ein Vision Board sollte an einem Ort platziert werden, an dem Du es täglich betrachten kannst. Dadurch wirst Du jeden Tag Deine Ziele erinnert und Dein Bewusstsein, und mit der Zeit auch in Dein Unterbewusstsein, kann sich diese «To-do-Liste» einprägen.

Das führt dazu, dass Du aufmerksamer und aufgeschlossener durchs Leben gehst und Chancen eher beim Schopf packst. Wenn Du mal von Deinem Weg abkommst, führen Dich Deine visualisierten Ziele wie ein Leitstern oder Kompass zurück auf Deinen Weg.

Die Visualisierung hilft Dir, das grosse Ganze im Auge zu behalten, ist eine gute Stütze, wenn Du auf Deiner Reise Hindernissen begegnest, gibt Dir mehr Geduld, Durchhaltewillen, Motivation – und eben: Mut.


Du siehst, ein Vision Board kann einiges und ist, wie ich finde, ein erster Schritt in Richtung Zielerreichung. Doch nur über Ziele zu sprechen, sie anzuschauen, zu hoffen und abzuwarten, hilft herzlich wenig.

Deshalb biete ich in meinem «Reach my Goals»-Package, neben dem Vision Board Workshop auch die Erarbeitung eines realistischen Step-by-Step-Plans an.

Zu meiner Story:

Auch mir passierte es in der Vergangenheit immer wieder, dass ich im Alltagsstress meine Wünsche und Ziele aus den Augen verlor und ihnen nicht genug Beachtung schenkte, mich verzettelte. Das Resultat: Ich war unzufrieden, frustriert, meinem Leben fehlte es am gewissen Etwas.


Durch zahlreiche Artikel ,Videos und Podcasts zu den Themen Persönlichkeits-entwicklung und Psychologie habe ich von Vision Boards und deren Wirkung gelesen, gesehen und gehört.

Etwas kritisch und dennoch offen für einen Versuch kreierte ich gleich drei Stück davon: Ich habe mich gegen eine reguläre Collage auf Papier entschieden und für Pinnwände. Denn so kann ich beliebig Ziele hinzufügen, entfernen und neu anordnen, ohne dass ich gleich das ganze Board entsorgen muss. Die Bilder habe ich aus dem Internet rausgesucht, ausgedruckt und -geschnitten und möglichst auf eine A4-Seite pro Lebensbereich geklebt. Das farbige, etwas dickere Papier habe ich dann ans Kork Bord geheftet und schliesslich auf meinem Schreibtisch platziert – und Tadaaa, schon fertig!

Eine Pinnwand habe ich dem Thema Karriere gewidmet (siehe Foto unten). Ich wünschte mir etwa, mich mit dem Schreiben und Coachen selbständig zu machen und davon, mein eigenes Büro zu haben, in dem ich in Ruhe arbeiten kann.


Was soll ich sagen, alle drei Wünsche haben sich innert eines Jahres erfüllt!

Diese Zeilen schreibe ich, noch immer irgendwie ungläubig über den Verlauf der Dinge, in meinem eigenen Büro, mit Blick auf Liestals belebte Rathausstrasse.

Hätte mir das jemand noch vor einem Jahr gesagt, hätte ich ihn wohl skeptisch angeschaut und geantwortet: «Wohl kaum.»

Um zum oben genannten Zitat von Herrn Lessing zurückzukommen: Ich kann ihm nur zustimmen! Ziele geben mir Orientierung, Struktur sowie Antriebskraft und helfen mir, meine Bedürfnisse besser wahrzunehmen. Seit ich mir persönliche Ziele gesetzt und diese visualisiert habe, gehe ich viel zufriedener, gelassener und mutiger durchs Leben.

Vision Boards bewirken keine Wunder, aber sie können massgeblich zur Zielerreichung beitragen. Ich, jedenfalls, möchte und werde sie nicht mehr missen.





©2020 by Martina Brandenberger